Band 
Zweyter Theil.
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Sophokles Oedipus sey. 14z

Was übrigens Herr Boivin will, daß der Chornichts vom Orakel wisse, sondern nur so viel, daß eins ge-geben worden sey: so behauptet Herr Dacier, daß derText selbst beweise, der Chor habe sehr wohl gewußt, daßRreon ein Orakel gebracht u.s.w. daß er sogar die eigent-lichen Worte davon wisse, aber daß ihm noch nicht kundsey, was sie bedeuten; daß er sie nicht begreife, und daßeben dieses ihn in Verwirrung setze.

Der Scholiast hat also von diesem Zwischenspiele sehrübel geurtheilet, wenn er vorgiebt, daß, in dem Augen-blicke, da sich der Oberpriestec mit den Kindern wegbegiebt,und man das Volk zusammen ruffen laßt, dieses Volk so-gleich ankomme und den Chor ausmache. Die Meynungdieses Scholiasten, ist, nach dem Herrn Dacier, durch-aus nicht zu behaupten: denn , außer daß gar nicht dermindeste Theil einer Minute zwischen dem Abzüge desOberpriesters, und dem Anfange des Chores übrig bleibt;so fragt sich es ja auch, woher denn das Volk das Orakelwissen kann, was Areon mitgebracht hak, wenn eserst diesen Augenblick auf den Schau-platz kömmt?

XXIV.