Musik der Alten. 147
et überseht hat. So urtheilet Heinrich Stephan aufhundert Stellen seiner Anmerkungen über den plato, und in-sonderheit in einer Randglosse, über eine Stelle aus demMeno , wo er urtheilet, daß Ficin, gelesen (/).Was endlich Heinrich Stephan , von der Stelle desMeno und unendlich vielen andern, im Absehen auf daset sagt, welches Licin in seiner Handschrift gelesen,das sagt der Herr Abt Fraguier von dem x«, im VU Bu-che der (besetze.
Zum andern bemerket er, daß er, durch
Misklang (villongn?) gegeben; weil Ficin, Janus*Cornarius, und Serranus, dieses Wort durch milo-NUIH überseht haben; indem sie es unfehlbar als dem o-ü^-für entgegen gesetzt gehalten. Er weis,
daß alles, was ift, nicht sey ; daß
aber, da alles auch ift, eben die
Ursache der Entgegensetzung ihn bewogen, eö ebenfalls fürMisklang zu nehmen; indem das Vorwort allerleySinn annehmen kann, der eine Widrigkeit in sich schließt,Widerreden , der ^Widerspruch.
Er hat also «vnOwrsv als ein allgemeines Wort genom-men, das dem entgegen gesetzt wäre, und hat
geglaubt, daß kroeri-/« fiele hauptsäch-
lich auf dieses Wort: und plaro wolle hier sagen, wie eranderwärts saget, ,
uneinig seyn und sich widersprechen. Um so vielmehr, da er sich der Art erinnerte, wie plato in lim.pgg. 80. I<. erklärt, wie die Misklänge sich im Wohl-
klänge auflösen. »
Es scheint, sagt der Abt Fraguier, plaro habeden Vorwürfen vorbeugen wollen, die der Tonkunst seinerZeiten, von den Nachkommen gemacht werden könnten.Denn, was er mit einem einzigen Worte hätte sagen kön-nen, das beschreibt er mit einer solchen Weitläufigkeit,daß man schwerlich einen andern Weg erwählen könnte,
K 2 wenn
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