Band 
Zweyter Theil.
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Muflk der Alten.

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272. F/rw.

Herr Bürerre, der mit einer sehr genauen Kenntnißder neuern Tonkunst eine tiefsinnige Wissenschaft alles des-sen verbunden hat, was wir in den alten, sowohl griechi-schen als lateinischen Schriftstellern lesen, und welcher sehrstarke Gründe zum Zweifel zu haben glaubt, daß das Al-terthum, den Contrapunct, oder die vielstimmige Musikgebraucht habe; hat in der vom Herrn Abte Hraguierangeführten Stelle aus dem plato, nichts gefunden, wasihn in diesem Stücke auf andere Gedanken bringen könnte.Es scheint ihm vielmehr, daß man diese Stelle sehr natür-lich erklären könne, wenn man gleich der alten Musik alleihre Einfalt läßt, und ohne daß man nöthig habe, dasobige voraus zu sehen; nämlich daß die Alten den Contra-punct gekannt und gebraucht haben. Bevor er sich abererklärt, welches seiner Meynung nach, plarons eigentli-cher Sinn sey; so hält er für billig, erst einige Ausdrücke er-wähnter Stelle zu erklären, die ihm nicht richtig genugübersetzt zu seyn geschienen. Von dieser Art sind, 1. diesezwey Worte, und , welche Herr Abt

Lraguier durch wohlklang und Misklang giebt.2. Diese zwey Ttorcroryr und die er durch kurze

und lange Töne übersetzt.

Herr Bürerre bemerkt zuvörderst, daß die Alten, mitdem Worte der Wohlklang, oder das Ein-

hallige drey Hauptbedeutungen verknüpfet haben. 1. Deu-teten sie dadurch die Verhältniß verschiedener auf einanderfolgender Töne, in demjenigen an, was man Melodie, ein-fachen Gesang, oder Modulation, nennet. So wur-den die Stimmweiten der Quarte, Quinte und Octave, mitihren Wiederholungen, symphonisch genannt. Mit denandern Stimmweiten war es nicht so, ob sie gleich im ein-zelnen Gesänge, wie in der Melodie, vorkamen, z. E. derHauptton, die Tertie, Sechste, u. s. w. Diese mach-ten, nach den Alten, keine wahre Symphonie aus, son-

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