IZ2 XXIV. Abt Fraguiev von der
dern nur eine Lmmelis, das heißt, eine concinnitar, eineUebereinstimmung. 2 . Verstand man unter Sym-phonie, die Musik vieler Stimmen, und Instrumente,wie auch deren Vermischung mit den Stimmen; sie moch-ten nun einklangig seyn, oder in der Terze, oder Doppel-octave stehen ; sie mochten eine und dieselbe Stimme, inBegleitung einer einfachen Grundstimme spielen oder singen,z. Bediente man sich endlich noch eben dieses Wortes, umdiejenige Art von Concerten desto bester auszudrücken, woviele Stimmen, oder Instrumente, einhallig oder in derTerze jungen, oder spielten. Dergleichen nun waren, nachdem Herrn Bürette, die verschiedenen Bedeutungen, desWortes Lonlvngns, oder 8^mpbonie.
Was das Wort HAsklang betrifft, so
behauptet Herr Bürette, es habe niemals Misklangbedeutet, und beruft sich auf alle Wörterbücher und grie-chische Musikverstandige. Er versichert, man habe darun-ter nichts anders verstanden, als ein Concert von Stim-men oder Instrumenten, oder beydes zusammen, die sicheinander antworteten ; oder einerley Stück miteinander,theils einklangig, theils in der Octave und Doppeloctavegespielet. Er bemerkt, daß diese letztere Art zu singen, oderzu spielen, auch nach dem Instrumente
gachz; geheißen, dessen Seyten, eben wie auf dem Flügelund der Laute, zwo und zwo, und in der Octave gestimmtwaren, dem ungeachtet aber nur für eine galten, und gleich-sam nur einen Ton ausmachten , wenn sie zugleich ange-schlagen wurden.
Was die zwey andern Wörter betrifft, und
so bemerkt Herr Bürette, i. daß nuxroTM,die Eigenschaft derer Töne war, die von den griechischenTonkünstlern Truxvoux, dicht, gedrungen, zusammen-gepreßt , genannt wurden, weil ihre Stimmweiken diekleinsten im Tekrachordv waren; das heißt, daß die zwoersten Stimmweiten mit einander, weniger ausmachten,
als