Musik d-r Alken.
können. Dieses konnte auf viererley Art geschehen,i. Wenn man voraus setzt, daß man die Leyer mit derMenschenstimme zwar einklängig gespielet, aber daß manauf dem Instrumente alle Zierlichkeiten (kvl-mieren) einge-bracht, deren es nur fähig war; oder daß die Stimme ein-klängig in die Leyer gesungen, aber auch noch Worte zumGesänge ausgesprochen; welches eine Verschiedenheit Trenc,-
macht, die einige Verwirrung bey sich führet, wienoch heute zu Tage alle diejenigen nur gar zu sehr «fahren,welche, nachdem sie eine lange Zeit, nur einerley und ein-fach ( 8 o!o) gespielet; eben dieses Stück, durch allerleyGange zu verändern trachten , und die Wörter mit allerAnnehmlichkeit zu singen anfangen , deren sie nur fähigsind, dergleichen sind die Läufe, die Schlußfälle, dieStimmerhebungen, die Bedungen, die Triller u. d. m.
2. Wenn man voraus seht , daß man die Leyer ineiner gewissen Singart gespielet, und das Lied in einer an-dern Singark gesungen. Dieses geschah, wenn die Leyernach der dorischen Singart gestimmt war, und die Mcn-schenstimme in der Terze, das heißt, in der lydischen Sing-art, sang. Und so im Gegentheile, z. Wenn man vor-aus setzt, daß die Stimme ein Stück in der Ockave mitder Leyer gesungen, oder daß diese eine Octave von derStimme entfernet gestimmet war. 4. Wenn man voraussetzt, daß die Leyer und die Stimme mit einander abgewech-selt haben, indem sie sich einander geantwortet; es sey nun,daß sie dieselben Töne beybehalten, oder andere hervorge-bracht, wie unsere Präludia, Ricornellen, Wiederholun-gen , oder Ringelgesänge und andere Symphonien sind, diedie Menschenstimmen unterbrechen.
plato ist, wie Herr Bürerce sagt, nicht zufriedengewesen, daß er nur überhaupt gezeigt, wasund auf der Leyer sey; sondern er läßt sich auch in
eine mehrere Beschreibung derer Schwierigkeiten ein, wel-che diesen Theil der Musik von denen Uebungen ausschließen
heißen,