Band 
Zweyter Theil.
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im Hesiodus und Anakreon.

kreou, in seiner 24 Ode, eben denselben Gedanken wieder-holet. weicht von mir, sagt er, ihr Sorgen; wirhaben nichts mir einander zu schaffen; ehe der Todkömmt, will ich spielen, lachen, und ranzen.

Vielleicht wird e6 schwerer halten, die Verse der 9Ode zu verbessern, welche bisher die Kunstrichter beschäfftigethaben. In dieser Ode, wendet sich ein Neugieriger an dieTaube, welche Anakreon dem jungen Bathyllus zuge-schickt hatte, und sagt ihr: liebe Taube! woher kömmst!!?und wo hast du alle die Essenzen hergenommen, dievon deinen Flügeln fließen? Die Taube antwortethierauf:

1« «kX»

Diese Worte haben gar keinen Verstand; daher ersetzt derHerr Abt sie so:

IVr r 5 , <70/ MX» Ä;

wer bist du ? und warum bekümmerst du dich?Man kann nicht leugnen, daß dieser Sinn ungezwungengenug sey. Die Verbesserung ist ebenfalls sehr ungekün-stelt, indem sie bloß in der Veränderung dcö Wortes e?«besteht, welches man seiner Meynung nach, theilen muß.

In der XXIII Ode liest man gemeiniglich:

O 77X0^05

^ dcc.

Gleichwohl ist dieses nicht die wahre Lesart. Was solldas heißen ö , der Reichthum des

Goldes? Der Herr Sevin besinnt sich nicht, etwas ähn-liches in den alten Schriftstellern gefunden zu haben; under glaubt nicht, daß man dergleichen Ausdruck in irgendeiner Sprache gebrauchen könne. Er schließt also, daßman, anstatt wohl richtiger setzen müsse;

ll Th. der Gesch. L indem