164 XXVI. Herr tsevin von einigen
gewiß, daß dieser Onomakrirus, nicht gezweifelt, dieHuldgötkinnen wäre» Töchter der Em'MSme, wie manaus dem paujanias erfährt.
Die dritte Ursache, scheint zwar so viel nicht zu be-weisen ; allein sie hat doch auch ihre Stärke. Hätte Or-pheus geglaubt, daß die Huldgöttinnen vvm Jupiter undder Eunomia gebohren wären; so wäre es ja nicht glaub-lich, daß dieß Lehrgebäude, unter den Alten keine Anhän-ger sollte gefunden haben. Gleichwohl erwähnet keiner vonihnen dieser Göttinn, wenn man die ^aralekrischen Verseausnimmt, in welchen von den Huldgöttinnen geredetwird:
guppiter cü genitor: peperit cle scmine Loeliliscmonis , et Veneris l'urbs ininlKrL tuit.
In dieser Stelle will Munker, daß man Eunoinia lesensoll; Herr Abt Gevin aber glaubt, man thue besser, daßman Eurynome lese. Diese Lesart wird durch alle Un-tersuchungen bestätiget, die er deswegen angestellet hat.
Eben dieß bewegt ihn auch noch zu schließen, daß indes Sttttius Scholiasten ein Fehler sey: blomina Orrttig-ruin laut tria , sagt er /. l/'eä. kalitliea, /ägla^a,Luplirolina, ^ovis et Harmonie liliae, und den NamenHarmonies, in den Namen Eurynomes, zu verwan-deln. Er will es um so viel lieber mit dieser Verbesserunghalten, da sie den Lactanz mit den besten Schriftstellernvereiniget.
Lvbomeruz ist nicht glücklicher gewesen, als der Ver-fasser derer Lobgesänge, die man dem Orpheus zuschreibt.Dieser berühmte Geschichtschreiber hatte von den Götterndes Heidenthums ein wenig frey geredet. DergleichenThaten sind jedermann bekannt; und vorsetzt ist es nur nö-thig, die Stelle anzuführen, welche man für verstümmelt
hält.