182 xxvm. Sevin, von dem
Es scheint, daß sein Gebrauch neuer sey, und daß man des-sen eigentlichen Zeitpunct nicht wohl vor die hundert zwan-zigste Olympias sehen kann. Es ist gewiß, daß im drittenJahre der hundert sechszehenten Olympias, bemeldetesWort bey den Griechen noch unbekannt gewesen; zum we-nigsten hat Theophrast, der nach des ^iimus Zeugnisse,in eben diesem Jahre seine Pfianzengeschichte geschrieben,nichts davon gemeldet. Es ist auch gewiß, daß es bereitsin der hundert ein und zwanzigsten Olvmpias gebräuchlichgewesen; indem wir es in einem Ueberbleibsel vom plarofinden. Dieß war ein Dichter der mittlern Comödie, wel-cher damals lebte, wie wir im Arbenaus sehen. Hier-aus folgt, daß das Wort nicht alter sey , als diehundert zwanzigste Olvmpias. Man weis zwar, daß Do-daus, diesen plaro in die drey und neunzigste Olympiasseht, und eben deswegen verwirft er des Varro Zeugniß.Allein, er hat, so wenig als Vosstus, Acht gegeben,daß es zween Dichter von diesem Namen gegeben; deneinen, der sich in der vom Dodäus angegebenen Zeit be-rühmt gemacht; und den andern, der in der hundert einund zwanzigsten, oder in der hundert zwey und zwanzig-sten Olympias, geschrieben hat.
Nun wollen wir auch den andern Punct untersuchen,welcher beweisen soll, daß indes Ccbes Gemälde, von ge-wissen philosophischen Secten geredet wird, die erst nachihm empor gekommen sind. Dieß kann man nun gar leichtaus einer Stelle dieses Werks zeigen, darinnen der Ver-fasser wider diejenigen eifert, die sich nur mit falschen undbetrieglichen Wissenschaften beschäfftigen. Man fragt ihn,was denn dieses für Leute wären? und er antwortet, eswa-ren die Dichter, die Redner, die Dialecticker, die Musi-kanten, die Rechenmeister, die Meßkünstler, die Stern-deuter; diejenigen die das Vergnügen für das höchste Guthalten, die Perivateticker und die Kunstrichter.