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Des Herrn Abts Sevin Untersu-
chung, der Wiederherstellung einer Stelle,
im Plinius, welche von einigen Gelehrtenvorgeschlagen worden,i 7 i Z.
>L^ie Critik hat, wie alle andere Wissenschaften , ihrebesondere Regeln, die man niemals aus den Augensetzen sollte. Gleichwohl ist es nur gar zu gewöhnlich, daßsie, selbst von denjenigen vernachlaßiget werden , die einHandwerk davon machen, sie auf das genaueste auszuüben.Es geschehe aus Unachtsamkeit, oder aus Begierde mit derGelehrsamkeit und dem Witze zu pralen , so find doch diemehresten Alten, ein Opfer der Fahrlaßigkeit, oder derEitelkeit unserer neuern Kunstrichter geworden. Indessengiebt es doch auch noch einige, die gewissenhafter sind, undin den Schriftstellern niemals etwas andern, als was ih-nen wirklich verstümmelt zu seyn scheint.
Der Herr Abt Gevin, welcher allerley Betrachtun-gen über eine gewisse Stelle gemacht hat, ist ganz geneigtzu glauben , daß perizonius , unter andern, zu denenverständigen Kunstrichtern zu rechnen sey, die ihre Muth-maßungen nur auf tüchtige Gründe bauen. Zum wenig-sten , wenn er die Stelle verbessert, von welcher dießmaldie Rede ist, so braucht er die Behutsamkeit, zu zeigen, daßder Grundtext hier offenbar verstümmelt sey. Dieß istauch heute zu Tage die gemeinste Meynung; ja manzweifelt, daß das Gegentheil noch einige Anhänger habe.Vielleicht vertheidiget man also eine bereits aufgegebene
Sache;