Stelle im Plinius. 19z
die Frage zu entscheiden. Nachdem Nabonassar, heißtes, nach Alexanders des Polyhistors, und nach desBerosiis Berichte, der die chaldäischen Alterthümerherausgegeben harre, diejenigen Geschichte gesamm-lec, worinnen man aufgeschrieben, was sich zu denZeiten seiner Vorfahren zugetragen, so unterdrückteer ste alle, damit man künftighin von ihm anfan-gen sollte, die babylonischen Evönige zu zählen.
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Wird man nun wohl glauben, daß man in Baby-lon, Beobachtungen von 480000 Jahren, in Ziegelsteinegegraben, aufbewahret? oder wird man nicht vielmehrüberzeugt seyn, daß an der Zahl 480 gar nichts zu andernist, als in welchen Zeitraum plinius eben diese Beobach-tungen einschließt. Glaubt man dem Berosirs und demAlexander Polyhistor, so hätte Nabonasfar alle dieje-nigen vertilget, die vor seiner Gelangung zum Throne wa-ren gemacht worden; und folglich konnten diejenigen, vondenen dieser Schriftsteller gesprochen hatte, nicht älter seynals der Zeitpunkt dieses Prinzen; welches mit des pliniusTexte vollkommen überein kömmt. Dieß wird man auchleichtlich zugeben, wenn man erwägt, daß seit Nabonaftsars erstem Jahre, bis auf den Antiochus Gorer, un-ter denen Regierung Berosus seine Geschichte herausgege-ben, eben 48s Jahre verstoßen sind.
Könnte man nicht auch aus des plinius seiner Stelleselbst schließen, daß dieß die richtige Lesart sey? Nachdemdieser Schriftsteller gesaget, daß die Buchstaben bey denAssyrern allezeit gebräuchlich gewesen, seht er hinzu: es gebegleichwohl einige Schriftsteller, welche deren Erssndung,den Aegyptiern, andere, den syrischen Einwohnern zuschrie-H Th. der Gesch. N ben.