Band 
Zweyter Theil.
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XXX. Hardion von den re.

sende Verwägenheit, den unbelebten Dingen, eine Thä-tigkeit und Empfindung beylegt. Er führt noch zumSchlüsse, zwo Stellen an, die seiner Erklärung gemäßfind. Die eine ist aus dem Longin, im neuntenAbschnitte; und die andere aus dem jüngernplinius, im 9 Buche des 26Briefes.

XXXI.

Des Hm. Abts Loutüre

kritische Anmerkungen über das V Capi-tel des vii Buchs vom Valerms Maximus.1714.

an merkt gar leicht, wenn man den ValermsMaximus liest, daß er ein Schriftsteller sey,der das Wunderbare und Erhabene liebt; daßer in denen Thaten, davon sein Blich handelt, nur dieje-nigen Beyspiele anführet, die ins Wunderbare fallen, unddaß, da er sich mehr Mühe giebt, die Bewunderung seinerLeser an sich zu ziehen, als selbige genau von der Wahrheitderer Thaten zu benachrichtigen, die er anführet, er alle-zeit die fabelhaften Umstände ergreift, die eine übel unter-suchte Sage, mit den Begebenheiten der römischen Ge-schichte verbunden hatte. Hierum nun opfert er oftmalsdie Wahrheit, und fast allemal die historische Einfalt, demVergnügen auf, außerordentliche Sachen vorzutragen.

Der Herr Abt Loutüre hat geglaubt, es wäre denWissenschaften daran gelegen, daß man diesem Schriftstel-ler diese sonderbare Neigung nicht schenkte; und hat daher

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