Band 
Zweyter Theil.
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ZZ8 llV. Baudelot von dein

Rache, nennen. Gleichwohl liest man auf dem einen,den Namen Dioskoridcs, und auf dem andern den Na-men Solon. Dieß beweist ohne Widerrede, daß diesesdie Namen der Steinschneider sind, die aus Nacheifer aneinerley Bildnissen, sowohl was die Geschichte, als die Per-sonen anlanget, gearbeitet haben (x).

Ein anderer Stein welchen der Herr la Chauste demseligen Herrn Hombert aus Rom zugeschickt, ist noch einstärkerer Beweis von der Wahrheit dieser Entdeckung.Dieser Stein zeigt eine Medusa, und ist vortrefflich gear-beitet, sie führt aber den Namen durch den

Solon. Wer nun auch noch so hartnäckig bey der altenMeynung bleiben wollte, der wird doch wahrlich keineVerhältniß unter dieser Gorgone, und dem weisen Athe-nienstr finden. Was aber Herrn Baudelors Meynungso gar sonnenklar macht, daß es auch die Allerungläubig-sten Wunder nehmen muß, ist ein Herkules, oder wennman lieber das will, ein Klopffechter in einen Edelstein ge-graben, unter welchem man liest: LH0ILI Go-lem hars gemacht Beweist dieses nicht, daß es

einen berühmten Steinschneider Namens Solon gegeben,und daß alle geschnittene Steine, die diesen Namen füh-ren, lauter Arbeiten von seiner Hand, und ganz und garkeine Bildnisse des atheniensischen Gesetzgebers sind?

Fragt man nunmehr, von wem denn die Köpfe sind,die man bisher für so viele Vorstellungen vom Solon ge-halten ? so antwortet man, sie sind von irgend einem Rö-mer, der damals so bekannt gewesen, daß es unnöthig war,ihn durch eine Schrift anzuzeigen. So stellen uns einigegeschnittene Steine Augusts Bildniß dar, ohne irgendeine andere Schrift, als des Steinschneiders Namen,Dioskorides. Herr Baudeloc würde diese Köpfe anfangsfür den Agrippa gehalten haben: allein Ge. königliche

Hoheit,

M.M sh<- die L. und Münze anföerXll. Klipfettafek.

Die 10. FiiM.