des trojMschen Krieges. 71
priamus sollte doch wohl innerhalb denen zehn Jah-ren, da die Belagerung gewähret hat, alle Feldherrn desgriechischen KriegeSheers gesehen haben; wie kömmt esaber, daß er sie nicht kennet, und daß die Helena sie ihmerst nennen muß ? Hiaci. III.
Glaukus und Diomedes haben eine lange Unterre-dung mit einander: sie erkennen sich für Söhne zweener inFreundschaft gestandenen Vater, die so gar durch das Gast-recht verbunden gewesen. 6. Ist es nun nicht ge-wiß , daß, wenn sie bereits neun Jahre lang mit einandergefochten, sie sich schon oft müßten begegnet haben?
Die Griechen müßten in dieser ganzen langen Zeit,gesetzt daß man sie auch sonst für müßig halten wollte, wenig-stens doch die Stadt ausgehungert haben ; folglich gehendie Gefechte des zehnten Jahres in der Ilias, wider alleWahrscheinlichkeit vor.
Außerdem, so hatten, nach dem Dichter, die Greiseden Hekror in der Stadt behalten. Wie? Hecror wirdganzer neun Jahre eingesperrt gesessen haben? Welch einHeld!
Eben so viel Recht hat man zu fragen, wozu dasRegister der Kriegövölker nutzen soll, welches Homer zuEnde der Belagerung macht, als ob sie erst angekommenwaren ? Das ist ihm wahrlich sehr spat eingefallen, wo-fern sie schon seit neun Jahren da gewesen! Und was hatdenn Achilles vor seinem Zorne gemacht ? wie hat in solanger Zeit sein Heldenmuth keine Früchte eingesammlet?
Auf diese Einwürfe will Herr Fourmonk geantwor-tet haben: oder, sagt er, sonst muß man gestehen, daßHomer ganz und gar nicht gewußt habe, was die Wahr-scheinlichkeit ist. Dieses Bekenntniß, sagt er, würde mich
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