Band 
Dritter Theil.
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72 VIII. Aoürmont, von -er Dauer

auch gar nicht schwer ankommen. Was hat mir dieserDichter denn Guts erzeiget, daß ich mich so sehr sollte vonihm einnehmen lassen ? Jsts etwa, weil er drey tausendJahre alt ist ? Einem Kunstlichter, muß alt oder neu,alles gleich viel seyn ! Allein, da Herr Fourmonc über»zeugt ist, daß man sich bey allen diesen griechischen und la-teinischen Zeugnissen gröblich geirret hat, und daß alle diesefalschen Folgerungen so man heraus zieht, auch der gegrün-detsten Ehre schädlich seyn könnten; so rechtfertiget er ihnfolgendergestalt:

Um einzusehen, wie wichtig eigentlich, theils dieVerse der alten Dichter, theils die Einwürfe sind, zu denensie Gelegenheit gegeben haben: so bemerke man, daß alleangeführte Stellen, von dreyerley Art sind. Einige sindsehr allgemein, wie des Horaz seine:

6rsecis Lgrbsriae etc.

Virgils seine:

l'ot jam lsbentidus gnnis.

und Homers seine: unser Thauwerk ist fast verfault rc.

Andere sind eigentlicher; aber sie bestimmen keinenOrt. Z. E. folgende zwo:

Klon snni clomucre äecem.

Oecirvum guos cliNuIit IteÄor in annum.

Endlich noch eine dritte Gattung , welche den Ort,nämlich die Ebene vor Troja, und das Jahr, das heißtdas zehnte Jahr des Krieges, namentlich anzeigt. Sosind alle andere Stellen beschaffen, deren man aus demOvidius drey, aus dem Euripides eine, eine aus demSophokles, eine aus dem Aeschylus, und zwo aus demHomer, angeführt hat. Was soll man nun von diesendreyerley Arten der Anführungen schließen? Wird der all-gemeine Wahn dadurch wohl erweislicher?

i. Eine