des trojanischen Krieges. 75
Und Virgil hatte dieß vortrefflich wohl verstanden:
koü^iÄM res kriLMigue evertere ßentent >
Immeritsm vituin Luperis, e/c.
Lt ?rismi re^norum evertor /Vcllille?
Ist guonclsm xopulis terrls^ie gi^crbumkeAiiLtorcin ^6sc.
Kurz, wenn man den Homer, und alle Alten ver-stehen will, so muß man nach Herrn Lourmonts Mey-nung, diesen langen Krieg, so wie sie gethan, in dreyStücke theilen. Erstlich it^die Vorbereitungen; zweytensin des Achilles Eroberungen; und drittens in die Schlach-ten bey den Mauern vor Troja, welche allererst im zehn-ten Jahre vorgefallen sind.
Von den Zubereitungen sagt Homer sehr wenig; undnach Horazens Anmerkung
Huse äefferst trgAatg nitelcere packe, relmguit.
Achilleus Eroberungen hat er mehrentheils in seineSchriften gebracht; weil sie aber zum Hauptwerke derIlias nicht gehöreten: so hater sie darinnen vernachläßiget;und man würde ihn schelten, wenn er sich dabey aufgehaltenhätte. Was aber das zehnte Jahr, und die Schlachtenvor den trojanischen Mauern betrifft, so hak er davon soviel mitgenommen, als sich wahrscheinlicher Weise zwi-schen der Zurückhaltung des Achilles und seiner Aus-söhnung zutragen können. Hieraus nun hält sich HerrLourmonc für berechtiget zu schließen, daß die Griechennur ein einziges Jahr vor Troja gewesen ; und daß alleEinwürfe,so man wider die Ilias macht, in derMeynungdaß die Rede von einer zehnjährigen Belagerung sey,nichtig sind.
Doch, damit er sie noch vollends vernichte, so merkter an, daß Nestor, wenn er vom Telemach redet, diezween Theile des Krieges sehr deutlich auseinander setzt,