Anführungen. wi
dings zum Verstände der heiligen Schrift viel beytragen.Ist es denn erlaubt, wenn ich irgend eine alberne Stellein einem jüdischen Scribenten lese, alle Schriften seinesVolkes darüber zu verwerfen , wie der p. Morin undVossius, gethan haben? Ist wohl Herodoc von denSitten der alten Perser glaubwürdiger, als die persischenSchriftsteller selbst, die vor drey oder vier hundert Jahrengeschrieben haben? Herr Fourmont sagt, nein; weil diepersische Monarchie, trotz dem Einfalle der Mahomeca-neu und Eartarn, und trotz allen andern Veränderungen,noch allezeit bestanden hat; und alle ihre, in Ansehung desHerodorus neuern Schriftsteller, alte Nachrichten habenlesen, und sich besser als er, die Sitten und Gebraucheeines Volks haben bekannt machen können, zu welchem sieselbst gehörten.
Es fragt sich , ob Virgil in der Ekloge, 8iceli6esklnlae, von der Wiederbringung der Zeiten, durch dieAnkunft des Erlösers der Welt, reden wollen? VieleGelehrte glauben, sogar des Jesaias eigene Worte darin-nen zu finden. Herr Fourinonc aber ärgert sich über sol-che Vorurtheile, und sieht die Anführungen , die manin dieser Materie aus ihm nehmen könnte, als ungegrün-deke Träumereyen an. Eben so unmöglich ist es ihm zuglauben, daß plaro den Moses abgeschrieben. Er fin-det ihr politisches Lehrgebäude sehr unterschieden; ungeach-tet es ihn nicht Wunder nimmt, daß der griechische Schrift-steller, in Sachen, die bloß von der gesunden Vernunftabhängen, zuweilen mit dem hebräischen Gesetzgeber über-einstimmt : so daß wenn man in den Auslegungen überden Moses, den plaro oder diesen anführen wollte, umdie Meynungen des griechischen Weltweisen zu bestätigen,man nach Herrn Fourmonts Gedanken, die Mühe ver-lieren, und eine unzeitige Gelehrsamkeit würde blicken lassen.
Man gesteht, daß diejenigen, aus welchen Alexan-ders Kriegsheer bestanden, sich wohl um die Angelegenheiten
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