Band 
Dritter Theil.
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XI. Fourmont, von den re.

des Morgenlandes, und insonderheit um persien be-kümmern können. Allein, die Unwissenheit der fremdenSprachen , und ein geäußerter Haß gegen alles was siebarbarisch nannten, verhinderte sie, sich gehörige Mühe zugeben. Wer sie also hierinnen anführet, der steht in Ge-fahr, Irrthümer fortzupflanzen.

Eben das urtheilet Herr Fourmont von denen latei-nischen Schriftstellern, die von den Juden gehandelt haben,und von denen Juden, die von römischen Dingen handeln.Beyde kannten einander wenig oder gar nicht; das Vor-urtheil aber herrschet allezeit bey ihnen. Erzählet einRab-bin eine in die römische Geschichte laufende Fabel; machter irgend einen Zeitrechnungsfehler: so hält man ihn füreinen Erzunwissenden, und verschmäht alles , was er auchnoch sonst Gutes gesagt haben mag. Tacitus hergegenwird für einen trefflichen Geschichtschreiber gehalten. Erist es auch; bis auf ein wenig zu viel Bosheit, in Anse-hung der Geschichte seines Landes. Was fürAusschweifun-gen aber bringt er nicht zu Markte, -wenn er von den Ju-den redet?

Nach allen diesen Betrachtungen, schließt Herr Four-mont, daß der älteste nicht allemal der glaubwürdigste ist;und daß man ihm insonderheit allemal die Landesscriben-ten vorziehen müsse; ob sie gleich neuer sind; daß man in derGeschichte, so zu reden, nicht anders, als mit dem angezogenenBuche in der Hand glauben soll; und daß endlich eine jedeAnführung wohl gewählet, ohne Vorurtheile und ernsthaftüberlegt seyn soll. Wenn man diese Regeln recht beobach-tete, wie viele Anführungen würde man nicht ersparen! undwie würde diejenige Art von Gelehrsamkeit nicht verfallen,darinn das ganze Verdienst einer so großen Mengevon Schriftstellern besteht.

XII.