Colonischen Oedipus. 107
Man muß nothwendig, wenn man diesen Vers so wie erda steht verstehen will, das Vorwort e«-- hinsetzen: denndiese Auslassung ist gar zu groß, und scheint ganz ungewöhn-lich zu seyn. In dem Tractate von den Auslastungender griechischen Sprache, welchen Lamberr Bosherausgegeben, steht man kein einziges Beyspiel von denAuslassungen dieses Vorworts; ungeachtet er mit großemFleiße Stellen zusammen getragen , darinnen die Auslas-sungen fast aller andern Vorwörter vorkommen. Man
sollte also fast glauben, daß das Wort , inverwandelt werden, und man so lesen müsse:
It«XiÜ5 «Xv-r« xk/»,-«/ ?rsXk<.
Ungeachtet diese Aenderung sehr verwagen zu seyn scheint,und diese zwey Wörter von einander ziemlich unterschiedensind: so darf man dennoch diese Verbesserung nicht gleichbey dem ersten Anblicke verwerfen. Denn
1. sind diese zween Ausdrücke, und-/yf-vr-, sogar weit von einander nicht entfernet, daß in den Hand-schriften, eines nicht an des andern Stelle stehen könnte.
2. sagt Thestus, welcher im 1849 Verse, das Ver-sprechen wiederholet, welches Oedipus ihm gethan hatte:
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Xc^«v «Xr-rrop.
Wer sieht nicht, daß das hier fast von Wort zu Wort ebenderselbe Vers ist, welchen Oedipus höher oben hergesagthatte, und der hier vom Theseus nur wiederholet wird?Wollte man übrigens eine noch ungezwungenere Aenderunghaben, so könnte man auch so lesen:
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«Xl«« -raXi«.
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