Band 
Dritter Theil.
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HO XIII. Goulley, von den

der Herr Abt Goulley anführt. Eben so wahr ist es,daß die Erfindung derer Künste und anderer Sachen, wo-zu die Natur selbst uns treibt, den ersten Menschen ver-dankt werden muß. Dieß beweiset Scaliger im 2 Cap.des i Buchs seiner Dichtkunst, sehr wohl, wenn er sagt,die Nachahmung und Harmonie wären mit dem Menschengebohren, und daher entspränge eben die Poesie. Ciceroschreibt im 2 Buche seiner Tusculanischen Fragen, aus-drücklich; daß sich unter den Griechen nichts älters gefun-den, als die Dichtkunst: und man weis , daß sogar ihreerste Geschichte, sowohl als ihre Göttergesange und Lieder,in Versen geschrieben gewesen. Die Dichtkunst scheintaus dem Schooße des Müßigganges gebohren zu seyn, undzwar unter denen ersten Hirten, die ihre Heerden auf großenWeiden hüteten: so wie die Sternkunde in eben diesemMüßiggänge, mit Beyhülfe derNeugierde entsprungen ist.Setzt man nun noch hinzu, daß die Dichtkunst auch eineTochter der Liebe ist ; so wird ihr Alter noch besser bewie-sen seyn.

Das allererste Werk der Dichtkunst kann man un-möglich ausfündig machen. Eö ist genug, wenn man weis,daß sie eine Erfindung der ersten Menschen ist; und daß dieersten Menschen Hirten gewesen. Dieß bewegt den Ho--raz im 61 Verse seiner Dichtkunst, zu sagen:

^ßricolse pritci, torkes psrvogue bcsti,

Lontiitr poü krumcrits, levsntc» tempore tekc»

Corpus, ct ipkuin snimui» st>e 6»is 6ur» ferentcw,

Lum tociis operum ct pueris ct conjuAe 6äs,l'ellurem porco, 8ilv2num IsÄe pisdsnt r

und weiter unten:

Vcrtibus slternis opyrobriL ruüics

Tibull sagt eben das:

^ßricols slliciuo priumm Istlstiis »rstro,

Lsriksvit certo ruttics verbs peäe,kt tstur srenti priinum cN moclulstus sven»

Lsrmcn, ut ornskos äucerct ante Ocor.

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