n4 xm. Goulley, von den rc.
und wenn pindar sagt, das Gezisch und Sausen derSchlangen, welche der Medusa um den Kopf geflattert,habe der Pallas Gelegenheit gegeben, eine Flöte zu verfer-tigen ; so antwortet man: der Dichter rede bey dieser Ge-legenheit, nicht von der bloßen Flöte oder Schalmey, alsdie ohne Widerrede, sowohl was die Form als was die Ma-terie betrifft, das erste Blasinstrument ist ; sondern voneiner künstlichern Mte, welche erst lange Zeit hernach er-funden seyn muß; indem die Künste sich erst nach und nachempor heben. Wenn eben diese Libyer sich rühmen, daßein gewisser Sirires Nomades , welchen man noch füralter hält, als die rritonische oder libysche Pallas selbst,der erste Erfinder der Flöte sey; so antwortet man ihnen,mit dem Casaubon, daß er sie nur wohlanständig undkünstlich spielen gelernet. Fast eben das antwortet manden Aegypriern, welche diese Ehre dem Osiris zutheilen;und es bleibt gewiß, daß aller Ruhm davon lediglich denSchäfern zukömmt: es war eine Folge ihrer Muße, undeine Begleitung ihrer Lieder. Die Städte, in welchen esandere Sachen zu thun giebt, wußten lange Zeit von diesensüßen Zeitkürzungen des Landes nichts: und da man keinenältern Schäfer kennet, als den Ibis, dem man diese Er-findung zugeschrieben, so schließt Herr Abt Goulley,daß auch ihm aller Ruhm davon zukomme.
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