124 XV. Goulley, von des
sehr angenehm seyn sollen. Daselbst fände man eine großeMenge Springbrunnen , deren Wasser vortrefflich wäre,alle Arten von Bäumen, Eichen von außerordentlicherDicke und Höhe, Weinberge und fruchtbare Bäume; in-sonderheit aber, eine so große Menge Obstgärten, daß auchehemals ein Carthaginensisches Kriegsheer, welches fastvor Hunger gestorben, von den Früchten dieser Bäume ge-lebet, und sie nicht alle verzehren können. In dieser bezau-bernden Gegend, seht dieser Geschichtschreiber hinzu, liegtein angenehmes Thal, und ein den Nymphen geheiligterWald: und hier soll Daphnis gebohren seyn. Er war einSohn einer Nymphe und Merkurs: Daphnis aber ward ergenennet,weil er mitten in einem Lorberwaide gebohren war.
Wenn man heute zu Tage diese Berge, von denenDiodor hier redet, kennete, so würde des Daphnis Ge-burtsort keinen Streitigkeiten unterworfen seyn: da abermit der Zeit gewisse Schriftsteller, einige andere Theile vonSicrlien ehren wollen, allwo man sich nichts minders mitder Geburt dieses berühmten Schäfers einbildet, als in je-der von denen sieben Städten , die sich um den Homerzankten; so ist diese Sache in eine geheimnißvolle Dunkel-heit verfallen. Lazellus, welcher geglaubt hat, es seygenug dieses Herrische Gebürge anzuzeigen , wenn er nurein recht hohes angäbe, will daß es zwischen Trahina undSan-Fradello liegen soll; und daß es dasselbe sey, wasman Monri Sori nennt. Die Gebüsche, die Flüsse undangenehmen Thäler, so man dort antrifft, der Namen welchermit Diodors seinem angegebenen eineAehnlichkeit hat, unddie Nachbarschaft des Meers endlich , haben ihn bewogenzu glauben, daß dieser Geschichtschreiber, von diesem Ortehabe reden wollen.
Des Lazellus Meynung hat den Cluver in einenandern Irrthum gezogen. Dieser berühmte Erdbeschrek-ber hat geglaubt, das Herrische Gebirg gienge durch ganzSicilien, fast so wie das Apennimsche durch Italien;
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