Daphnis Geburtsorte. 125
es nähme die ganze Landschaft, von piazza, oder Chiaz-za, einer nahe am Ursprünge des Flusses Gela gelegenenStadt, bis Moara, ein ; daselbst vereinige es sich mitdem Berge t^ettunio, welcher sonst pelora geheißen,und nach dem Abende zu, gegen die Quellen des Alesusund Himera, vereinige es sich mit einem andern Gebirge,so man heute zu Tage Madonia, oder Monri Gori nen-net. Allein dieser Schriftsteller kann, so viel Mühe er sichauch gegeben, alle diese Qerter zu untersuchen , dennochdenjenigen nicht ausmachen, allwo, nach dem Diodor,Daphnis gebohren seyn soll.
Carrera, oder der Verfasser 6eI1° amica 8Irgculä il-luür-itZ, er sey wer er wolle, hat sich wider den Cluverund Fazellus aufgelehnet, und behauptet mit vielen Grün-den: daß die Monti Sori, nicht zwischen Trahina undSan-Fradello liegen; ja daß es unmöglich sey, das He-rrische Gebirge mit diesem Gebirge zusammen zu reimen.Hieraus nun schließt er, daß Diodors und des Vibms Se-questers Heroisches Gebirg diejenigen Berge sind, die mannahe bey Aagusa findet, welche ehedem LLvbla minimo,Liera, oder blereg, geheißen. Des Carrera Mey-nung hat auch sehr große Anhänger in Stellten gefunden,insonderheit den berühmten Rechtsgelehrten Joseph Maz-zara, der, nachdem er diese Qerter genau durchforscht, zu-gesteht , daß dieser Schriftsteller die Lage dieser Berge rich-tig angegeben habe. Der der Stadt Hpbla beygelegteNamen, Hera, oder Herea, welche in der Nachbarschaftdieser Berge gelegen, scheint ihm ein entscheidender Beweiszu seyn; und in dem Namen des Flusses Mauli, der nachdem Cluver, ehedem Herminius geheißen, findet er nocheinen andern Beweis: denn dieser Name kömmt vom Her-mes oder Merkur her, den man für des Daphnis Va-ter gehalten. Kurz, dieser Schriftsteller setzet das Thal, inwelchem dieser Schäfer gebohren gewesen, nahe an das Ge-wässer der Loza, oderLuza.
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