Band 
Dritter Theil.
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rz4 xvi. Vertot, Charakter des Augustus,

den und Kindern so vieler erlauchten Vertriebenen angegrif-fen werden, die das Unglück der Zeiten ihn gezwungen, sei-ner Sicherheit aufzuopfern.

August entschloß sich, ohne einen, oder den an.dern Rathschlag ganz zu verwerfen , die oberste Gewaltzu behalten. Um aber die Römer allmählich zu gewöh-nen, seine Herrschaft zu ertragen, erkläret« er sich öffent-lich : er wolle sie innerhalb zehn Jahren aufgeben; in-dem er Hoffnung machte, daß alsdann der Staat völligwieder in Ruhe gesetzt seyn sollte. Er hat auch in derThat alle zehn Jahre eben dieses Versprechen wiedererneuert.

Von dieser Zeit an haben Agrippa und Mäcenasdas Vertrauen ihres Herren zu gleichen Theilen besessen,nur mit dem Unterschiede: daß der erste in höhern Gnadenstand, und des Augustus Tochter heirathete, auch zugleichCsnsirl ward. Mäcenas that sich auf der Gegenseite her-vor. Er war mit einem ergehenden Leben, und damit zufrie-den, daß er so zu reden, das Herz seines Herrn regierte;daher entsagte er allen Ehrenstellen. Den einen sah mansls die Stütze des Reichs an; den andern als einen gelln-den angenehmen Freund, welcher mehr der Person seinesHerrn, als dessen Würde, anhieng. Allein da man we-gen der beständigen Kriege, welche den August zum Her-ren der Welt machten, vom Mäcen weniger geredet hat,da er an denselben keinen Theil hatte: so wird es gut seyneinen Römer naher kennen zu lernen, dessen Namen seit sovielen Jahrhunderten, der Beschirmung der Gelehrsamkeitgeheiliget ist.

Als ein gebohrner römischer Ritter, das heißt, ausder zweyten Classe der Republik, hatte er das Glück, mitdem August zu Apollonia zu studieren. Die Gleich-heit der Gemüther, die Liebe zu den schönen Wissenschaften,und einerley Neigung zu den Ergetzungen, stifteten von der