Band 
Dritter Theil.
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,z6 xvn. Masseu, Betrachtungen

dieß lob verbreitere sieb nachmals unter das Volk, und be-sänftigte allmählig die Gemüther. So verwandelten sich dennder Haß und Neid, in eine Bewunderung. Eine so glück-liche Verankerung war Mäcens Werk; und wennAgrip-per mitten unter lausend Gefahren, seinem Herren den Siegüber seine offenbaren Feinde verschaffte: so entwaffnete Ma-den die heimlichen, gewöhnte die der Freyheit gewohntenMenschen zur Dftnstbarkeir, und lehrte die den Republi-kanern so verhaßte Monarchie ertragen.

XVII.

Des Hmn Ms Massleu, kritische

Betrachtungen über den Pindar.

1718 und 1719.

,s giebt keinen Schriftsteller, auch den Homer selbstnicht ausgenommen, von dem man so viel Gutesund Böses gesagt hätte, als von pindar. Inallen Jahrhunderten hat sich eine Art von einer allgemeinenEinwilligung gezeiget, ihn für den König der lyrischenDichtkunst zu halten. Troß dieser einhälligen Uebereinstim-mung aber, hat es auch zu allen Zeiten einige Privatperso-nen gegeben, die sichs angelegen seyn lassen, ihn zu ernie-drigen , und ihm auch nicht einmal unter den mittelmäßi-gen Dichtern einen Platz einzuräumen.

Der Herr Abt LragUier hatte sich vor einigen Jah-ren Mühe gegeben, seinen Character recht bekannt zu ma-chen, und hatte in der Abhandlung, die er hievon aufgesetzt,nichts vergessen , welches alle die Lobfprüche rechtfertigenkonnte, so das Alterthum ihm bengelegt hat. Der HerrAbt Massieu aber, welcher die Uebersetzung dieses großen

Dich-