rz8 xvil. Massreu, Betrachtungen
alle Umstände zurück, er lobet den Aeacus, peleus,lamon, Achilles, tTieoptolemus, Ajax und Teuccr,die alle daher gebohren waren: er erwähnet der Insel (sy--pern, Salamis, phrhia und Epirus, als Pflanzstadte,so von diesen Helden gestiftet worden.
Zum andern rückt man Hm vor, daß seine Gedankenund Ausdrücke gar zu verwägen sind: und allerdings mußman offenherzig bekennen; daß einige seiner Ausdrücke undFiguren, bis aufdas Verwägene hinaus zu laufen scheinen.Das aber kann man doch auch nicht leugnen, daß unter die-sen Kühnheiten, davon seine Schriften voll sind , einigesehr glücklich gerathen, und geschickt sind, die Seele zu erhe-ben. Anderntheils scheint es, daß er an einigen Stellen,auf einmal himmelhoch herunter falle. Man erstaunet, die-sen großen Dichter, nachdem er sich der edelsten und präch-tigsten Redensarten bedienet hat, gemeine und pöbelhafteAusdrücke vorbringen zu sehen. Z. E. das böotischeSchwein; du haft dieselbe Ruh zur Mucrer gehabt;die Hyperboräer opfern dem Apollo Esel, u. s. w.Was für Ausdrücke in einer Ode!
Indessen trifft dieser Vorwurf den pindar nichtmehr, als den Home und andere alte Dichter, die sichsolcher Worte ohne Bedenken bedienen. Diejenigen so die-sen Einwurf machen, wollen weder hören, noch sich in den,zum urtheilen gehörigen Gesichtspunkt fetzen. Man hat ih-nen gesagt, daß diese Wörter, die in unserer Sprache nie-drig sind, es in der griechischen nicht waren. Es ist einallgemeiner Grundsatz, vernicht geleugnet werden kann,manmüßte denn mitVorurtheilen ganz eingenommen seyn: daßdas, was in einer Sprache sehr platt ist, in einer andernsehr edel seyn könne.
Herr Boilrau hat angemerkt, daß das WortRuh,im Französischen unerträglich sey, und die allerschönsteEkloge verderben würde. Das Wort Vsoca, welches im
Latei-