XVIII.
Des Herrn Abts Banier Anmer-
kungen über die Bätylen, und Bilder
der Cybele. 1718»
AAie Priester der Cybele, welche von einer Stadt zurandern betteln giengen, trugen auf der Brust ge-heimnißvolle Steine, die man Barytes genannthat, und welche die Mutter der Götter vorstellten. Eini-ge Schriftsteller haben gewollt, daß dieses unförmlicheSteine gewesen, die denen geglichen, welche, wie mansagte, in phrygien niedergefallen seyn sollten, und die manfür die Bildseule der Cybele gehalten. Da nun Herr Fal-coner, in einer Abhandlung über die Baryten, welche im9ten Bande der ausführlichen Schriften dieser Akade-mie eingedruckt steht, von dieser Art von Bätylen, welch«die Mutter der Götter vorgestellet haben, nur im Vorbey-gehen gehandelt hat: so theilte der Herr Abt Banier derAkademie einige Anmerkungen über die Bilder dieser Göt-tinn mit, ob er sich gleich nicht vorgenommen, sich in dieBeschreibung dererjenigen einzulassen, die man in der Samm-lung der Alterthümer, auf verschiedenen Münzen, und an-dern Denkmälern findet.
Der erste und bekannteste von allen, war derjenigeberühmte schwarze Stein, welcher der Sage nach, nahe beypessinunr, in phrygien, niedergefallen seyn sollte, unddaselbst, als stellte er die Mutter der Götter vor, angebe«thet wurde- Man weis, daß die Römer denselben mit vie-len Umständen abholen ließen. Die Priester, die Feyer>tage, alles Gepränge des Götzendienstes dieser Göttinn,
kam