142 XVIII. Ballier, von den
kam mit den römischen Gesandten nach Rom. Man über-gab diesen geheimnißvollen Stein der Bestalln« Tlodia,welcher in einem feyerlichen Aufzuge queer durch die Stadtgetragen ward. Dieses Fest ward alle Jahre erneuert undman wusch diesen Stein in dem kleinen Flusse Almon, wieDvidius uns, in seinen kaüis berichtet.
Lck locus in Ilderim gus ludricus iniluit ^Imo,kt nomen MAAno ^>er<lit in ginne minor.
Illic ^nr^ures canus cum vette Lscerclos,
Simonis äominLM sscrsgue Isvst aguis.
Dionysius von Haltkarnaß, welcher die Geschichte vondieser berühmten Heimholung der Tybele erzählet, bemerkt,daß Scipio Naftca der Anführer der Gesandschaft ge-wesen.
Die andere Art von Götzenbildern dieser Göttinn, dasheißt diejenigen, die ihre Priester gemeiniglich auf dem Ma-gen trugen, waren eine Art von Baryten, eine Art vonSteinen, denen sie viele Tugenden zuschrieben. EinigeSchriftsteller haben gewollt, daß der zu pessimmt nieder-gefallene Stein (einer Stadt in phrygien, die ihren Na-men von diesem Falle, nämlich von dem Worte M-rea/, wel-ches fallen heißt, bekommen) denen Bärylen geglichen, diedie Priester dieser Göttinn getragen. Sie- gründen sich aufeine Stelle im Arnobius, der ihn, wie es scheint, füreinen kleinen Stein ausgiebt: Lilicem nun mgAnum, colo»ri 8 siri, angiili« proiniuentibiis iruiegusleiri. Die bestenSchriftsteller aber versichern , daß dieser Stein, der vomHimmel gefallen, sehr groß gewesen. Arnobius selbstdrückt sich auf das Wort eines alten Schriftstellers, Tims,rheus genannt, so aus: In kllryZiae ftnibus wguäikäsper oinnig vriliitacis petra est gnseciaM, cui nomench'n: und er setzt hinzu, daß aus diesem Steine Deukalion,auf Anrathen der Tbemis, diejenigen Stücke geschlagen,weiche »ach derSündfluth, das menschliche Geschlecht wie-der