,44 xvm. Banier, von den
ein phrygier und eine phryczische Frau, dabey das Amtder Priester verwaltet, die Göttinn durch die Stadt getra-gen, und das Allmosen zum Unterhalte des Tempels und derBedienten desselben, eingesammlet.
Die dritte Art von Götzenbildern der Cybele, und diein der That diesen Namen führen konnte, war die Bild-seule dieser Göttinn mit allen ihren Zeichen: so wie wir sieauf unzahlichen alten Denkmälern, von Marmor und Erz,und auf sehr vielen griechischen und lateinischen Münzenerblicken.
Die letzte Anmerkung des Herrn Abts Banier end-lich ist diese: daß alle Götzenbilder welche die Priester derLpbcle. getragen, nicht unförmliche Steine, oder Bätp-len gewesen; weil man auf der Brust eines alten Cybcli-sehen Oberpriesters, welcher in dem ersten Theile der Ahrerrhümer des p. Momfaucon gestochen ist, das Bild-niß dieser Göttinn, mit den Thürmen auf dem Haupte, ne-ben einem Jupiter, Merkur und Acys sieht. Wer alsovorgiebt, die Priester der Cybele hakten kein ander Bild-niß dieser Göttinn getragen, als die Bärplen; der strafetgleichsam, sowohl die glaubwürdigsten Schriftsteller, alsauch die unwidersprechlichsten Denkmäler Lügen, die dasAlterthum uns hinterlassen hat.
Diesen Betrachtungen kann man noch beyfügen, daßein kleiner vom Himmel gefallener Stein, durch seinen Fallnicht merkwürdig genug, und schwerlich zu erkennen gewesenseyn würde; und daß man nothwendig sagen muß, er seyvon andern Steinen unterschieden gewesen, entweder durchseine Mäste, oder durch das Bild der Göttinn so er vorge-stellt. Herodian scheint dieser Muthmaßung günstig zuseyn: denn wenn er die Geschichte von dem Falle diesesSteines angeführt hat, welcher nahe an dem Orte gesche-hen , den man nachmals pcsßnunr genannt, so bemerkter, daß die Römer, nachdem sie den Grund zu derjenigen
Hoheit