146 xix. Sallier, von dem Verfasser
»»»«***->-*
XIX.
Des Herrn Abts SallierMhand-
lung, von dem Verfasser des
Epinomis. 1722.
(^dngeachtet es ziemlich unnütz zu seyn scheint, den Ur-Heber eines Werks zu untersuchen, welches keinensonderlichen Werth hat: so ist es doch. allemal an-genehm, wenn man die Wahrheit entdecken kann; und indiesem Theile der Critik, ist nichts so schmäuchelhaft alsdergleichen Entdeckungen. Es ist wahr, daß wenn man.damit fortkommen will, man einer großen Scharfsinnigkeit,weitläufigen Gelehrsamkeit, und einer vollkommenen Kennt-niß derer Schriftsteller besitzen muß, die in eine Verglei-chung kommen.
Der Herr Abt Gallier, welcher seit einigen Jahrenden placo mit besonderm Fleiße gelesen, hat in der ganzenEinrichtung des Epinomis, so wenig Aehnlichkeit mit denandern Werken dieses Weltweiscn gesunden, daß er voll-kommen überzeuget ist, er sey nicht von ihm. Seine Un-tersuchungen von dieser Sache, sind folgende.
Er glaubt anfänglich, daß, um die keser in den Standzu setzen, von der Sache zu urtheilen, es nöthig sey, denSchluß von platons XII Buche von Gesetzen anzufüh-ren, von welchem der Epinomis eine Folge seyn soll.Hieraus wird man mit einem Anblicke sehen , ob dieserWeltwcise selbst , dieses neue Gespräch an sein Werk ge-hängt hat; und ob in demselben diejenigenothwendige Ver-bindung der Materien sey, die natürlicher Weise darinnenseyn sollte; ob endlich plarons Werk nicht bereits mit dem
XII Bu-