Band 
Dritter Theil.
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,48 xix. Gallier, von dem Verfasser

soll dahin gehen, das Reich der Tugend zu befestigen. DieGreise sollen der Verstand dieses politischen Körpers seyn,und die Jugend gleichsam dessen Sinnen. Sie sollen,gleich diesen, in dem erhabensten Theile des Körpers ihrenSitz haben: und da können sie ihre Blicke nach allen Sei-ten der Stadt lenken; sie werden gleichsam deren Wacheseyn, und den Greisen Nachricht geben, was sich darinnenzutragt. Diese Greise, die gleichsam der Verstand sind,werden, nach der Gewohnheit die sie haben, vernünftig zu ur-theilen, die Nachrichten der Sinne überlegen, und alsowird die Weisheit der einen, und die wirksame Wachsam-keit der andern, die Republik in Sicherheit erhalten. Nunfrage ich dich, fährt er ferner fort, ob es nicht nöthig ist,daß gewisse Personen sorgfältiger und aufmerksamer erzogenwerden müssen, als andere ? Ist nun diese Art von Erzie-hung, deren ich bereits gedacht habe, nicht eben dieselbe, diewir für nöthig hielten ? Diese muß den geschickten Werk-meister, wie den mitStaatögeschäfften überhäuften Mann,lehren, nicht alle Sachen auf einmal, sondern jede ins be-sondere, zu betrachten, und von dieser einzigen muß er einegenaue Kenntniß haben; hierauf muß er sich mit allem Ei-fer legen, darauf müssen alle seine Absichten und sein Au-genmerk gehen. Dieses einzige aber ist die Tugend, dasheißt, die Ordnung und Unterwerfung, die in dem Men-schen unter denen verschiedenen Theilen seyn müssen , auswelchen er besteht; die man in einem Staate, unter den-jenigen antrifft, die da befehlen, und andern die gehorchen;und diese Ordnung entsteht, aus der Uebung der Gerech-tigkeit, der Macht, der Klugheit und der Mäßigkeit.

Hierauf durchläuft plaro , unter dem Namen desAthenienstrs, noch alle andere Eigenschaften , die einRichter haben, und die Wissenschaften, so er besitzen soll.Er soll von dem Daseyn der Götter überzeugt seyn, und dieGründe wissen, womit man selbiges beweisen kann. Erzeiget, daß diese Kenntniß ihn überführen werde, die Seele,