Band 
Dritter Theil.
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rzO xix. Sattler, von dem Verfasser

einst mit einem so berühmten Schriftsteller vermenget zuwerden. Er hat sich auch nicht geirret: man hat lange ge-nug geglaubt, der Epinomis sey wirklich vom plaro.Hatte man das mindeste Mistrauen hierum gehabt, sowürde man dieses Werk mit mehrerer Aufmerksamkeit un-tersuchet und den Betrug entdeckt haben.

Man redet hier nicht von einigem Unterschiede derSchreibart, die schon das bloße und zumal ernsthafte Durch-lesen merklich macht; sondern man versichert, daß ein jeder,der sie mit plarons XI! Büchern vergleichen will, in kur-zem einsehen wird, daß die Anmuth und Zierlichkeit derSchreibart dieses Weltweisen , in dem Epinomis nicht zufinden sind. Vielmehr scheint der Ausdruck darinnen ge-zwungen , verstrickt und die Wortfügung nicht so frey zuseyn. Weit gefehlt, daß man die weisliche Beredsamkeitdarinnen antreffen sollte, die damals, als plato seinenTractat von Gesetzen aufsetzte, den höchsten Grad derVollkommenheit erreichet hatte. Man kann noch hinzusetzen, daß der Verfasser sich durch das beständige und kin-difche Bestreben entlarve, diejenigen Begriffe haufenweiseherbey zu holen, die plaro in seinen verschiedenen Werken, hier und da ausgestreuet hat: gleich als ob dieser Schrift-steller selbst gefürchtet hatte, man würde ihn verkennen.Dieser Scribent, er sey nun wer er wolle, ist durch einegar zu große Behutsamkeit, in eben den Fehler gefallen,inwelchen alle diejenigen gerathen, die die Welt hintergehenwollen; und eben weil er sich sogar sehr bestrebt, plaro Zusemi, so zeigt er daß er es nicht ist. In einem einzigenBuche die verschiedenen Schönheiten sammlen wollen, diein den Schriften dieses Weltweisen hervor leuchten , wieder Verfasser des Epinomis gethan hat, das heißt sieun-recht anbringen; das heißt zeigen, daß man ein gelehrterDieb sey.

Diese Betrachtungen scheinen dem Herrn Abte Gal-lier hinlänglich zu seyn, um alle Einwürfe zu heben , die

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