des Eprnomis. rzr
man ihm wegen der Ähnlichkeit der Schreibart machenkönnte, die sich in plarons und in des Ungenannten Wer-ke findet. Diese Ähnlichkeit darf niemanden bey einemSchriftsteller Wunder nehmen, dessen Hauptabsicht es war,den plaro nachzuahmen, seine Art zu denken anzunehmen,seine Grundsätze zu sammlen, und den ganzen Inhalt seinerLehre vor Augen zu stellen. Es würde vielmehr zu bewun-dern seyn, wenn der falsche plato mit dem wahren garnichts gemein hatte; und wenn er von seiner Art zu reden,von seinen Ausdrücken, u. s. w. entfernt geblieben wäre.
Der Herr Abt Gallier, welcher mit diesen allgemei-nen Betrachtungen hätte können zufrieden seyn, geht nochweiter, und will, daß Pluto nicht einmal so habe schrei-- ben müssen, als der Verfasier des Epinomis, noch das-jenige zugeben, was in diesem Gespräche vorgetragen wird.Rlinias sagt darinnen, alles was die Einrichtung der Ge-setze berräffe, sey genugsam abgehandelt worden ; bis da-hin aber, hätte man dasjenige, was eigentlich das wichtig-ste wäre, nämlich wie der Mensch weise, < 7 -<psr, werdenkönne, weder vorgetragen, noch genugsam entdeckt. Gleich-wohl war dieser Punct, niclft nur im Xll Buche von (be-setzen, sondern auch im siebenden, abgehandelt worden; inwelchem alle Vorschriften, die zur Erziehung der Jugendvorgetragen werden, lediglich dahin abzielen, diesen Weisenzu bilden. Man kann noch hinzu setzen, daß der Chara-cter eines philosophischen Menschen, welcher allein würdigist den Staat zu regieren, daß seine Eigenschaften , seineTugenden, die Redlichkeit seines Herzens u.s.w. der Haupt-inhalt des V und des VI Buches von der Republik sind.Noch mehr: das ganze siebente Buch eben dieser Repu-blik, soll bloß zuerkennen geben, wie der Hüter der Gesetz«sich zu Bekleidung eines so wichtigen Amtes geschickt ma-chen könne. Man lernt darinnen, wie nützlich gewisseWissenschaften seyn können, von denen plaro einen allge,meinen Begriffmacht, und die eben dieselben sind, von welchen
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