Band 
Dritter Theil.
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XX.

Des Herrn Abts Banier Abhand-

lung, von Charons Palaste, oder

dem ägyptischen Labyrinthe,

r 7 i 8.

M^^iemals hat sich ein Volk mehrere Mühe um die Un-sterblichkeit gegeben, als die Aegyprier: welches nochjetzt diejenigen Werke bezeugen, die von so vielen Jahr-hunderten verschonet worden. Dennoch darf man sich we-niger wundern, wenn man heute zu Tage die Prachtkegel,und Seulen sieht, deren Größe und Höhe so viel Bewunde-rung erwecken , wenn man die riesenmäßigen Bildseulen,die Sphinxe und Pyramiden erblickt, die man mit denWundern der Welt in eine Reihe stellet. Alle diese Denk-mäler sind, entweder ihrer Materie nach, oder wegen ihrerForm und Zusammensügung, im Stande, der Wuth derZeiten zu widerstehen. Wenn man aber im obern Aegy-pten Tempel und Paläste findet, welche, ohne daß sie seitvielen Jahrhunderten bewohnet, oder ausgebessert worden,annoch so viele Spuren des Geschmacks und der Herrlichkeitderer an sich zejgen, von denen sie erbauet worden : so istdas eine Sache, die man sonst nirgend findet. Kein ein-ziges anderes Land stellet den Augen der Neugierigen etwasdar, wodurch man eine Nachricht der Allerneuesten, mitdemjenigen zusammen halten könnte, was Herodot, Srra-bo und Diodor vonSicilien, von alten Denkmälerngesagt haben. Der Labyrinth zu Rreka, welcher unterMinos des H Regierung, wenige Zeit vor dem Trojani-schen Kriege erbauet worden, war zu deö plinius Zeiten

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