Band 
Dritter Theil.
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i54 xx. Variier, vom ägyptischen

gänzlich verstärkt; und der ägyptische, der des erster«Muster gewesen, und viel älter war, behält noch dieseStunde einen Theil derer Schönheiten, welche von denersten Geschichtschreibern so sehr gepriesen worden.

Als Herr Paul Lucas 1715 in dem Fioumiscben,einer ägyptischen Provinz, an der Seite des Seeö Mörisreisete, ward er von einigen Arabern gebethen, den pa,last Charons besuchen zu kommen , und nachdem er ihnuntersucht hatte, hielt er dieß Gebäude für den Labyrinth.Die Nachricht, so er nach seiner Wiederkunft davon ertheilte,gab zu einer Abhandlung Anlaß, in welcher der Herr AbtBanier diese Nachricht mit demjenigen vergleicht, wasuns die Alten von dieser Sache hinterlassen haben.

Ehe er zur Materie selbst schreitet, erinnert der HerrAbt Banier, daß man sich über die Verschiedenheit nichtwundern müsse, die man in denen Nachrichten findet, wel-che die Alten von diesem Labyrinthe gemacht haben. DießGebäude war so weitläuftig, es gab darinnen so viel Hin-und Hergänge, Zimmer und Gänge, daß ein jeder sich nuran dasjenige hielt, was ihm am merkwürdigsten vorkam,und dasjenige verabsäumete, oder vergaß, was ihn nicht sosehr gerühret hatte. Außerdem ward man von den Prie-stern herum geführet, die sich wohl hüteten, die Fremdenin die heiligen Oerter zu führen , allwo die Crocodille er-nähret wurden. Herodot gesteht selbst, daß man ihmden Eingang in die unterirrdischen Kammern versagt hat.Da man also nicht anders, als auf die Nachricht eben dieserPriester dasjenige beschreibt, was man nicht selbst hatte se-hen können: so ist es offenbar, daß in denen Nachrichtendie wir davon übrig haben, eine große Verschiedenheit herr-schen muß.

Dieser Verschiedenheit ungeachtet, glaubt der HerrAbt Banier, versichern zu können, daß das von den Ara-bern Duellay Laron genannte Gebäude, oder Lharons

Palast,