izz xx. Bamer, vom ägyptischen
man, in Erwägung der unterirrdiscken Kammern, als denzu ihrem Begräbnisse bestimmten Ort betracht« kann.
Wollte man des plinius Meynung annehmen, daßder Labvcinkh ein der Sonnen geweihter Tempel gewesen: jowürde man in gegenwärtiger neuen Nachricht etwas finden,was einen fast davon überreden sollte; indem man darinnenliest, der erste Vordergiebcl sey ein Kopf, der die Sonnevorzustellen scheint. Die Marmorspitzen so aus demselbenheraus ragen, sind das Bild ihrer Stralen und des hellenBlitzes ihres Lichts; die ausgebreiteten Flügel aber, so das-selbe umgeben, zeigen ihren schnellen Lauf an: vielleicht be-deuten auch die Schlangen die längst dem Gesimse zu sehensind, die Krümme des SonnenzirkelS. Was eben dieserplimus hinzusetzt, daß man in der Ringmauer des Laby-rinths, verschiedene Tempel und fünfzehn Capellen sähe, dieder LUerncstS geweihet wären, davon ist Herr Bamerebenfalls überzeugt. Er glaubt, dieser Ort sey eine Artvon Pantheon gewesen, darum die meisten ägyptischenGötter, Altäre und Bildseulen gehabt; und um seine Mey-nung zu bestätigen, sagt er nach dem Herrn Paul Lucas,daß man noch jetzt Altäre, auf halb verfallenen Giebeln, undunter andern ein Opfer fände, welches Dom Bernhardvon Monrfaucon, in die Zusätze zu seinen erklärtenAlterthümern stechen lassen.
Will man nunmehr wissen, zu welcher Zeit und vonwem der Labyrinth erbauet worden ; so sagt man anfäng-lich : die Araber im Fioumischen seyn alle überzeugt, daßer ein Werk des in diesem ganzen Canton so bekannten Cha,rons gewesen; welcher, nachdem er eine unsägliche Sum-me Geldes durch die Auflagen zusammen gebracht, die ervon der Uebcrfahrt der Leichen, über den See Möris gefe-dert, (denn da mußten sie alle hinüber gebracht werden)dieß Gebäude aufführen lassen; um seine Schatze hinein zusperren, welche von gewaltigen Talisinannen vor denRäubern bewahret wurden. Diese Meynung ist so durch-gängig