Band 
Dritter Theil.
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Labyrinthe. 159

gängig ausgebreitet, daß man aus Furcht, die fremdenReisenden möchten diese Schätze wegholen, dieselben nurmit großer Behutsamkeit dahin führet. Man kann indem 1l Th. dieser Geschickte der Akademie nachlesen,was Herr Fourmom von diesem noch anjetzt in Aegyptenso bekannten Charon sagt, von dem der Labyrinth denNamen führet; weil man ihn nicht anders, als unter demNamen Euellay Caron, kennet.

Um aber etwas zuverläßigers von demjenigen zu sa-gen, der diesen Palast aufführen lasten, so muß man an-führen , was die Alten davon gesagt haben. Herodotversichert im 2 B. der Labyrinth sey ein Werk von zwölfKönigen, welche mit einander, nach dem Tode eines Prie-sters Vulkans regiert, der ganz Aegypten beherrschet hatte.Sie wollten allerseits ein Denkmaal ausrichten , welchesein Zeichen ihrer Macht, und zugleich ein Andenken dererzwölf großen Regierungen seyn möchte, die damals dasKönigreich theilten. Diodor von Sicilien, theilet im2 B- dieses Werk dem Mendcs zu, welchen einige AltenMaron nennen. VUnius hergegen will im B. daßder Labyrinth auf Befehl des Vecesirccus oder Tirhoeus,erbauet worden. Mela versichert in des i B. 9 Cap. dieganze Ehre desselben komme dem psammerichus zu, wel-cher nach dem «Aerodoc, nach dem Tode der eilf Königedie die Krone mit ihm getheilet, allein regieret: und dieserPrinz hat, wenn man dem Eusebius glauben will, un-gefähr 620 Jahre vor Christo gelebet. Nach dem Lykusendlich, einem vom plinius angeführten alten Schriftsteller,war der Labyrinth des Königes Möris Begräbnis ; eineMeynung die der Herr Abt Barster annimmt, da sie sichauf die große Wahrscheinlichkeit gründet: daß dieser Prinz,der den See auögraben lassen, welcher seinen Namen führet,auch nahe dabey denjenigen Palast habe erbauen lassen,von welchem dieser Artikel handelt.

XXI.