160 xxi. Sattler, über zwo
XXI.
Des Herrn Ms Gallier Betrach-
Lungen, über zwo Stellen im Pluto.
^(UHlaro untersucht im zweyten Aleibiades, die Be-schaffenheit des Gebeths. Er bedauret ziemlichweitläuftig, die Verblendung so die Menschen inihren Wünschen und Flehen, die sie an die Götter richten,verleitet- Bethet ein unvernünftiger Mensch, so geschiehtes oft, daß sein Gebeth schädliche Sachen zum Zwecke hat,die ihm mehr übel als guks thun. In der That, kaum haker selbige erlangt, so verdammet er zuweilen schon sein er-stes Verlangen, und will von den Gnadengaben gern wie-der befreyet seyn, die er vorher den Göttern abgedrungenhatte: , kr/o?k «l-k!>
xuAwr?'«/.
Das Wort «rkv^s//5rs<, könnte nach Herrn Galli-ers Meynung, wohl eine Veränderung des Textes seyn:und scheint sich hier viel besser herzuschicken.
Zwo Ursachen bringen ihn auf diese Gedanken. Einmal,
weil nicht griechisch zu seyn scheint, so wenig
als «rechts//«/, von welchem man das erstere ableiten müßte:denn keines von unsern alten oder neuern Wörterbüchernhat es. Die andere Ursache giebt Herr Gallier an, weilsich durch die Natur seiner besondern Bedeu-tung vollkommen wohl hieher schickt: es kömmt in andernSchriftstellern vor, und wird endlich auch vom j)laroselbst, in einem ganz ähnlichen Ausdrucke gebraucht. DaSWort bedeutet, eins Sache verbitten, oder
durch Bitten abwenden, und wird im Lateinischen durch
ste^re-