r-70 xxn. Freret, vom Ursprünge
I.r> gue »aus nomnionr ?ierge,
lient rie Venus et n'eti p^s Vicrgc,
^imsble elt et smoureute etc.
Diese Wörter, kier^e, ?ierclie und Kierce i oderkiercia , sind Verstümmelungen des Lateinischen kerc-3,welches selbst aus dem Persianischen oder kerrinkömmt: welches im Persischen der Name dieses Steines ist,und einen Gcaacsbedienren, einen Vizir bedeutet.
Aus dem Lateinischen kercio , haben wir kierce und?ieroe durch eine fast ähnliche Veränderung gemacht, wieaus dem Worte kererrum, ein Sarg, das alte französi-sche Wort cherwe, oder liierte gekommen ist , welches wirnoch zu den Todtenkisten einiger Heiligen brauchen.
Aus dem Namen Kielte, hat man Vierte, Vir^sund nachmals v->me und Keine, Frau, Königinn, ge-macht. Der Geschmack den man im XU und XIII Jahr-hunderte hatte, alle Arten von Materien moralisch abzuhan-deln, stellte das Schachspiel, als ein Bild des menschlichenLebens vor- Daher kamen alle die Schriften in verschie-denen Sprachen, deren einige auch gedruckt worden , de-ren größter Theil aber noch auf Bibliotheken in Handschrif-ten ruhet. In diesen Schriften vergleicht man die ver-schiedenen Stände der Menschen, mit den Steinen imSchachspiele; und nimmt aus ihren Gängen, aus ihrenNamen, und aus ihrer Gestalt, Gelegenheit zu unendlichenSittenlehren, nach Art der damaligen Zeiten. Man wirdleicht glauben, daß das Bild des menschlichen Lebens lpecu.ckum vitae kumanse, ein sehr unvollkommenes Bild seynwürde, wenn kein Frauenzimmer darinnen wäre. DießGeschlecht spielt eine gar zu wichtige Person, daß man ihmkeinen Platz in diesem Spiele hätte geben sollen; daherver-wandelte man den Staarsrath , oder kerr, in eine Kö-niginn. Die Ähnlichkeit der Wörter Kleine und Vierte,machte eine Aenderung leicht, welche um so viel vernünfti-ger