178 xxm. Sattlers, Verbesserungendes
eines der Unterredenden gebraucht, welcher behauptet, daßder höchste Grad der Bosheit der vollkommenen Tugend imAbsehen auf diejenigen Uebel vorzuziehen sey, die die letztereuns zuziehen kann, und auf die Güter, welche wir durchjene erwerben können. Nach dieser unterredenden Person,braucht ein Mensch zur Glückseligkeit nur den Außenscheinder Tugend. Er sey der ungerechteste Mensch aufErden; ister mächtig genug, daß er ungestraft die Gesetze mit Füßentreten kann; und besitzet er die Kunst sein Laster mit demDeckmantel der Tugend zu verhüllen: so wird er im Ge-nusse aller derer Güter seyn, die einen glücklich machen. Derwirklich Gerechte hingegen, der sich wenig um den Außen-schein bekümmert, und mit der innern Ueberzeugung seinesGewissens zufrieden ist, der wird, wofern man ihn einmalfür einen Boshaften halt, gebunden, auf die Folter ge-bracht werden; man wird ihm die Augen ausstechen, undihm alle Artei, der Martern anthun ; und kurz, sagt derUnterredende ferner: Es scheint
man müsse dieses Wort durch, er wird an das Aren;gehenkt werden, lind nicht durch, er wird in Stückenzerhauen werden / übersetzen. Des Hefychius Ansehenkömmt dieser Dollmetschung zu statten. Dieser Sprach-lehrer giebt ebenfalls das , durch
Dieß letzte Zeitwort nun, heißt ausAreuz heften. Die Erklärung, welche auch Clemensvon Alexandrien und Eufebius O) von dieser Stellegeben, giebt einen neuen Beweis von der Richtigkeit seinerDollmetschung. Diese Schriftsteller wollen, der griechi-sche Weltweise habe gleichsam weissagen wollen, was Chri-sto und seinen Aposteln begegnen würde: nun ist es wahr,wenn man von diesem Meister und seinen Jüngern sagt, sieseyn aus Areuz geheftet worden:
Wenn placo im Gorgias, das Verzeichniß dererMartern macht, die man einem im Verbrechen ertapptenMenschen anthun kann, so führet er fast von Wort zu
Worte
(7) ?rsep. H XII. paß. ; 8 ;. Z 84 - 678