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XXIV.
Herrn Mahudels Abhandlung,
von dem Ursprünge der Zahlpfennige.
1724.
Oftmals ist der Ursprung der gemeinsten Gebräucheunbekannt. Diejenigen selbst, welche sie auf dasnützlichste ausüben , sind mit der Bequemlichkeitzufrieden, die sie im gemeinen Leben verschaffen , und be-kümmern sich wenig um die Kenntniß der Erfinder : dieseMühe überlassen sie mit Vergnügen den Neugierigen undGelehrten; und diese hingegen, welche gemeiniglich von ih-ren eigenen Entdeckungen den wenigsten Nutzen ziehen, sindallezeit am geneigtesten, ihnen bis auf ihren ersten Anfangnachzuspüren.
Dieses hat auch den Herrn Mahudel veranlassendenUrsprung und Gebrauch der Zahlpfennige zu untersu-chen, die vielleicht alter sind, als die Rechenkunst selbst: wo-fern man sie nur mit denen Stücken Metall nicht vermen-get , die heute zu Tage, in Frankreich, so gewöhnlich ist.Kleine Steine, Muscheln, und sogar Nüsse, waren zuden täglichen Rechnungen derer Leute schon hinlänglich, wel-che das Gold und Silber entweder nicht kannten, oder dochverachteten. So machen es noch anjetzt die meisten wildenVölker; und die Art sich dieser Steinchen, oder'Muschelnzu bedienen, ist im Grunde viel zu einfältig und natürlich,als daß sie nicht sehr alt seyn sollte. Herr Mahudel leitetsie bis auf des Noah Kinder zurück, welche, um sich ein-ander die Vermehrung ihrer Heerden zu berechnen , dieseArt der Rechnung anwendeten, um ihrem Gedächtnisse zustatten zu kommen.
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