Band 
Dritter Theil.
JPEG-Download
 

r84 xxiv. Mahudel, vom Ursprünge

Die Aegyptier, diese großen Meister der Künste undWissenschaften, machten es selbst nicht anders. Iojephusversichert, daß sie diese Art zu zahlen vom Abraham er-lernet: und Herodor hatte schon im t B. vor ihm gesagt,daß, außer der Art mit Characteren zu rechnen, die Aegy.ptier sich noch, so wie die Griechen, kleiner Steine bedie-net; nur mit dem Unterschiede, daß diese, ihre Zahlpfen-nige und Charactere von der Linken zur Rechten gestellet,jene aber, von der Rechten zur Linken.

Bey den Griechen hießen diese Steine, welche platt,glatt und rund waren, ch-As/; und die Kunst, sich ihrer inAusrechnungen zu bedienen, hieß Es ist

wahr, daß sie auch noch das im Gebrauche hatten;dieß war ein längliches Viereck, welches durch verschiedeneeinander gleichlaufende eherne Seiten eingetheilet war, aufderen jeder eine gleiche Zahl elfenbeinerner, oder hölzernerKügclchen gereihek war , die sich wie die Corallen eines Ro-senkranzes auf und abschieben ließen, durch deren Stellung,und nach dem Verhältnisse, welches die untersten mit denobern hatten, man allerley Arten von Rechnungen abthunkonnte; indem man die Zahlen einer Art, in verschiedenenReihen bemerkte. Diese Rechentafel war auch den Rö-mern unter dem Namen lLbscn8 bekannt: man findet sie,nach etlichen alten Denkmälern, bey dem Lulvius liest-nus und Liacconius beschrieben. Da aber deren Gebrauchein wenig schwierig war, so behielt die Art der Zahlpfenni-ge den Vorzug. Bey den Rechnungen, waren die Stein-chen, deren man sich bedienete, von einerley Farbe. Beydem Herulnstimmen, wenn man die Preise bey den öffent-lichen Spielen austheilen sollte, waren einige weiß und an-dere schwarz. Johannes ermähnet in der (Dssenbnrung2 Cap. im i? Derse die Gläubigen, sie sollen die Irrthü-mer der LUieolaircn meiden, und zielet dab^ auf diesenGebrauch: lVer überwindet, dem will ich geben eingut Zeugniß, , und mir dem Zeugniß

einen