der Aahspftnnige. 185
einen neuen Namen geschrieben, welchen niemandkennet, denn der ihn empfäher.
Diese Stcinchen, die bey den Griechen, chyO-, hie-ßen, wurden von den Römern o,>lcnli genennet; und,waseinen zu glauben bewegt, daß dieselben sich ihrer lange Zeitbedienet haben, ist dieß, daß unter ihnen das Wort Ispil-iu«, zuweilen mit ca!eu>n8 gleichbedeutend ist. Als diePracht in Hom einriß, sieng man auch an elfenbeinerneZahlpfennige zu brauchen, weswegen Juvenal in der XISarrre schreibt:
Ackea Nulls uncis nobisktt cdoris, nec l'ellslse, nec cslculi^ ex^lgterü.
Es ist wahr, daß heute zu Tage in den Alterthums-sammlungen kein einziges Stück mehr vorkömmt, welchesman für einen solchen Zahlpfennig halten könnte: aber hun-dert Ausdrücke, die sprüchwortsweise gebraucht wurden, be-weisen , daß unter den Römern diese Art zu zahlen, gemeingewesen. Daherkommen die Wörter, ponore calculos,eine Reihe von Gründen anzuzeigen; bio cickcnlus gcccciar,einen neuen Beweis anzuzeigen, den man vielen alten bey-füget; caianlmn clctrabere, wenn etwas unterdrückt wer-den sollte; und hundert andere, die entweder auf einen Zu-sah, oder auf eine Verminderung der Zahlpfennige in Rech-nungen, zielten.
Dieß war die erste Rechenkunst, so man den Kindernbeybrachte, sie mochten seyn, von was für Stande sie woll-ten. Capirolinus redet, in ?ertiuace, c»p. l. vom jun-gen perrinar und sagt: pner litterin elememgrnL er cal-cu!» iiiibmus. Terrullian nennet diejenigen, so die Kin-der diese Kunst lehreten,pruno.-, nmnerorum orenarios; Hl-pian nennet sie im Vll B. c!e «per. calcnlones, wenn sieSklaven, oder kürzlich Freygelassene waren: waren sie abervon besserm Stande, so nannte man sie caleulmoros oder
M z mime-