,86 xxiv. Mahudel/ vom Ursprünge
numerario«. Insgemein hielt jedes vornehme Haus einensolchen eigenen Mann , und sein Amt hieß, a calcuüs,s rationibu8.
Nachdem nun Herr Mahudel bewiesen, daß man sichdieser Steinchen von allerley Farben , als einer Art vonZahlpfennigen bedienet, um die glücklichen und Unglückschen Tage, die erstem durch weiße, die andern durch schwar-ze Steinchen, auszudrücken; so schreitet er zu denen Zahl-pfennigen, die außer der Farbe, noch eine andere Art vonWerthe, in Zeichen oder Buchstaben geführet, welche ent-weder gemalet, gedruckt oder gestochen gewesen. Derglei-chen waren diejenigen , deren Gebrauch durch die Gesetzezur Freyheit der Stimmen , in den Versammlungen desVolkes und Senats eingeführet worden ; und er beweiset,daß sie auch bey den Rechnungen gedienet; indem der Aus-druck, OMINUIN cglcuüs, um die Einhälligkeit der Stim-men anzuzeigen, aus dem ersten Gebrauche dieser Art vonZahlpfennigen hergenommen ist; die von dünnem glattemHolze, mit Wachse von gleicher Farbe geschmieret und gcrie-ben waren. Cicero berichtet uns im VII Cap. äe vivi-nr>t. diesen Umstand : Leralam unicuigue takellam äsricera IsAitima. Ihre Figur sieht man auf einigen Mün-zen der Cassischen Familie, und die Art, wie man sie beyden Wahlen in die Urnen warf, wird in den Münzen desLicinischen Hauses ausgedrückt. Die auf diesen Zahlpfen-nigen gestochenen Buchstaben, waren V.K. uti roZas, undantiguo. Die ersten deuteten die Genehmhaltung desGesetzes an; die letztem aber dessen Verwerfung. DieRichter endlich, die bey Todesurtheilen stimmen sollten, hat-ten welche, die mit A bezeichnet waren, ablolvo ; und an-dere mit dem Buchstaben 0. conciemna : und dann nochandere mit X. 1^. non liguet, wenn sie noch naher unter-richtet seyn wollten.
Es gab noch eine andere Art von Wahlzeichen, dieman mit in die Reihe der Zahlpfennige sehen kann. Es waren
dieje-