Band 
Dritter Theil.
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der Ilischen Minerva.

Nachdem nun der Herr Abt Lonrenü dasjenige er-kläret hat, was die Hauptfigur der Gegenseite dieserMünzebetrifft; so schreitet er zu den Nebendingen , nämlich zurEule, die zu den Füssen sitzt, und dem Namenszuge derandern Seite.

Gleich anfangs kömmt eine Schwierigkeit vor: war-um findet man bey der ilischen Minerva das Sinnbildder atheniensischen? Herr von Lontenü antwortet:i. vielleicht ist das trojanische Palladium nur eine Nach-ahmung desjenigen gewesen, welches zu Athen, seit derAnkunft des Cekrops vorhanden war, und ebenfallsvom Himmel herab gekommen seyn sollte. Der ausAegypten nach Griechenland überbrachte Götzendienst derMinerva, gieng nach Gamorhracien über, und vonda nach Aleinasien, allwo vieleicht Dardanus selbst ihnbekannt machte. 2. Ist es sehr wahrscheinlich, daß dieIlier, welche vurch die tapfern Athenienser von dem per-sischen Joche waren befreyet worden , aus Dankbarkeitgegen diesen Dienst, auf ihre Münzen dasjenige Symbo-lum dieser Göttinn haben wollen setzen lassen, welches beyihren Wohlthätern am meisten in Ehren gehalten ward;wie sie denn aus einem ähnlichen Triebe der Dankbarkeit,auf eine andre Münze ihrer ilischen Minerva, die indemköniglichen französischen Schatze ist, das Pferd Pegasus,setzen lassen, welches das Sinnbild ist, so dieAorinrhicrihr gaben. z. Haben die Ilier vieleicht. durch diesesSinnbild ausdrücken wollen, daß sie den Arheniensern inder Zeit unterworfen gewesen, da diese sich eines großenTheils von Kleinasien bemeisterten, wie Strabo undThucydides anführen: und diese Betrachtung würde La-saubons Critik zu Boden schlagen, welcher den Strabobeschuldiget, er habe des Thucydides Text nicht recht ver-standen.

Die Namenszüge sind insgemein auf den griechischenMünzen, besondere Zeichen, die entweder einem gewissen

N ; Münzen-