Band 
Dritter Theil.
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206 XXVII. Hardl'on, über die Iphigenia

langwierigen Schiffahrt, wieder den Rückweg nch->men sollten, da wir so nahe am Ziele sind , scheineneine Folge derer Gründe zu seyn , welche pylades ansüh-ret, um die vom Orestes vorgeschlagene Flucht zu ver-dammen. Die Flucht, sagt er, an sich selbst, ist schonschimpflich; für uns aber um so viel schimpflicher , da wirnicht gewohnt sind, die Gefahren zu fliehen. Wir muffenüberdieß den Götterspruch des Apollo , der uns gesandthat, verehren. Bedenke doch nur, daß wir schon amZiele sind, und es schimpflich seyn würde, wenn wir nacheiner langen und beschwerlichen Schiffahrt, unverricktekerSachen wieder heimkehrten. Alle diese Begriffe hangenuntereinander durch eine vernünftige Zunahme, die manleichtlich gewahr wird, vollkommen zusammen; sie stimmenalle mit des pylades Gemüthsart überein , und würdenin dem Munde des Orestes keine so gute Wirkung thun.Anderntheilö ist es sehr natürlich, daß der von den Grün-den seines Freundes gerührte Orestes, im Augenblicke allenseinen Heldenmuth sammle und so lebhaft, als plötzlich aus-rüste , «H.' eö , Treues». "Ja, du hast Recht,

rheurer Pylades, ich wtll deinem Rache folgen, u.s.w.

Hier Ist noch ein Vers aus dem IV Auszuge, in demletzten Auftritte, welchen wie es scheint, Brodeau, Can--cerus und Gcaliger, nicht verstanden haben.

Iphigenia besinnt sich auferne List, um ihren Bru-der zu retten, und giebt dem Könige Thoas zu vernehmen,daß er, bevor er den Orcst opfert, denselben im Meerereinigen müffe; weil er mit dem Morde seiner Mauer be-flecket wäre: und damit er zugleich die Bildseule derDianaentführen könne, so muß Iphigenia noch vorgeben, daßdiese Göttinn selbst gereinigee seyn will, weil Orestes, in-dem er ihre Bikdscule berühret, dieselbe entweihet hätte»

Orestes billiget den Anschlag ; allein da er auf dieRettung seines Freundes mehr Acht hat, als auf seine eigene,