in TaurLF. 207
so fragt er, was aus dem pylades werden wird ? Wirdman ihn wohl aus Meer führen, da keine Ursache vorhan-den ist, ihn zu reinigen?
Das Wort Osvso hat obgenannte Gelehrte stutzig gemacht,welche, indem sie nor-w an dessen Stelle sehen, den (Orestsagen lassen: was für eine Person aber soll Pyladesbey diestr Sache spielen? kylacle» vero in guo locob»jns liegotii Ä nobis ponelnr? Allein man muß sich nieeher wagen, den Text eines Schriftstellers zu andern , alsbis man durchaus keinen Verstand herausbringen kann.Barnesius behält das Wort <psw«, und übersetzt den Versso: ubin»m ergo runicus l^löcke« loci orclin>!bitur? rin seicaeäsm >Iliu8 vice? was wollen wir mit dem Pyla-des anfangen? Soll er hier bleiben, und an des Ore-stes Stelle sterben?
Diese Uebersetzung scheint mit den Worten des Textesnicht überein zu stimmen; wenigstens gehöret viele List da-zu , um den Sinn darinnen zu finden, welchen Barnestusihnen beylegt. Ohne also das Osrou zu ändern, übersetztHerr Hardion diese Stelle ganz ungekünstelt, und nachdemBuchstaben, so: l'^Ik»6e8 vero,in guo bnsu8 csecli« locoa nobi« yonetur ? (So hat auch Cantems dieselbe, ohne
sie zu verstehen, von Wort zu Wort übersetzt ) waswollen wir aber dem Pylades, an dem Morde füreinen Anrheil geben, den du mir beylegen willst, umeinen Vorwand zu finden, daß wir ihn mitnehmenkönnen ? Die Antwort der Iphlgenia bestätiget diese Er-klärung. wir wollen sagen, erwiedert sie, er sey voneben dergleichen Verbrechen befleckt als du, undbrauche die Reinigung eben so nöthig.
Diese Erklärung ist dem Herrn Hardion so leichtvorgekommen, daß er nicht begreifen kann, wie geschickteMänner dabey Anstand nehmen können.
XXVIIl.