Band 
Dritter Theil.
JPEG-Download
 

218 XXIX. Hardioii, über des

wirft seinen Degen zur Erden: ^ und

läuft auf seinen Bruder zu, um ihn zu entwaffnen, hiermitist er allein befchäfftigt, und nimmt sich weiter gar nicht inAcht- Dieß verursachet seinen Fall. polymces, dernoch Othem holet, und im Fallen seinen Degen nicht wegge-worfen hatte, hebt selbigen, obgleich mit schwacher Handauf, stößt ihn in des Ereokles Leib, und durchspießt ihmdie ieber. Sie liegen beyde ausgestreckt neben einander,ohne daß der Sieg sich für einen von beyden erkläret harte.

Herr Hardron kann nicht begreifen, was in dieser Er-zählung des Barnesrus Irrthum veranlasset hat, da sieauf gar keine Weist dunkel ist, weder in Worten, noch inden Gedanken. Sollte er sich wohl durch das Worthaben verwirren lassen, dessen Euripides sich im 1421.Verse bedienet, wenn er von dem Gefechte beyder Brudermit dem Degen redet? Das kann man natürlicher Weisenicht glauben. An derselben Stelle kann dieß Wort nichtsanders heißen, als die Degenspicze, indem dessen Sinn,durch das vorhergehende Wort und durch das

folgende AP-s-, bestimmet ist.

In der zweyten Anmerkung scheint Barnesms nichtsglücklicher zu seyn. Jokasta, die mit Amigone, ihrerTochter an den Ort des Gefechts zugelaufen kömmt, weilsie von der Ausforderung Nachricht bekommen, die Eceo-klcs und Polymers einander gethan, erscheint erst indemAugenblicke, da sie tödtlich verwundet waren, und eben ver-scheiden wollten: k'-r« Tre-asr-n /Zstr. Sie

überläßt sich ihrem vollen Schmerze, umarmet Wechsels-weise beyde Söhne, und giebt ihnen die beweglichsten Zeug-nisse ihrer Zärtlichkeit zu erkennen. Eceokles höret, un-geachtet seiner Schwachheit, ihre Stimme; er läßt müh-sam einen Seufzer aus der Brust steigen, und reichet ihr ei-ne ganz erstorbene Hand: die Sprache hat er schon verlo-ren, und antwortet ihr nur noch durch die aus seinen Au-gen hervorbrechenden Thränen: ö Hr eV Er

wendet seine Augen auf Mutter und Schwester, und sagt

ihnen: