Band 
Dritter Theil.
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XXIX. Hardion, über des

Uebrigens zeiget der Scholiast viele Gelehrsamkeit,zu erklären, was dieses für ein thestalischer Kunstgriff gc-wesen, und führet alles an, was von dem Ruffe derTheststrlier, als ob sie Betrüger, arglistig und untreu waren,gesagt worden. Es scheint indessen, daß man ohne so vielUmstände, ganz ungekünstelt denken kann, daß der Stich,welchen Eteokles dem Polynices beybrachte, eine rheffalifche Erfindung sey, und daß Eteokles, entweder inThessalien selbst, oder doch von einem Thessalier Unter-richt im Fechten genommen.

Nachdem also Herr Hardion den Euripides widerseinen eigenen Ausleger vertheidiget hak, so glaubt er, eswerde ihm erlaubt seyn, ihm nunmehr auch von seiner Seitezu tadeln, oder wenigstens seinen Zweifel über eine Stellevorzutragen, die ihm einige Schwierigkeiten macht.

Des Eteokles Waffenträger meldet zu Anfange des4. Auszuges, daß in dem Gefechte, welches neben der Stadt-mauer vorgefallen, die Thebaner die Oberhand behalten,und ihre Feinde in die Flucht geschlagen haben. Er bittetdie Iokasta aus ihrem Zimmer zu kommen, um den Ver-lauf des Streites anzuhören: Aomm her, spricht er,durchlauchtige Gemahlinn des Oedipus! höre mir zu;mache deinen Thränen und deinen fchmerzensvollenSeufzern ein Ende

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Jocasta antwortet ihm: Ach mein Freund! kömmst duher, mir das Unglück des Eteokles anzukündigen?meldest du mir seinenTod? Denn du bist nicht gewohntihn zu verlassen, wenn er streitet; du bist allezeit anseiner Seite, die Streiche abzuwenden, so man aufihn richtet, was bringst du mir für eine Zeitung!Lebt mein Sohn? oder ist er todt? Sage mirs. DerWaffenträger antwortet: Erlebet, Röniginn. Fürch-te