Band 
Dritter Theil.
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Contorniatifchen Münzen. 2zz

Die erste Frage, welche bey dieser ?krt von Münzenvorkömmt, ist diese: ob sie stakt des Geldes gedienet haben?und man antwortet mit nein. Der Zirkel, der sie umschließt,und vollkommncr ist, als der Zirkel derer Münzen die zumGelde dieneten; die Erhabenheit dieses Zirkels, wodurchdiese Münzen nicht so gange und gebe werden; die Schwie-rigkeit die es gegeben haben muß, den starken Aufwurf zubilden, der an beyden Seiten des Zirkels ist, und gar zu vielZeit erfordert hat; die feine Arbeit, die man auf vielen vondiesen Münzen, an der Seite des Kopfes und an einigenFiguren der Gegenseite sieht, und deren Mühsamkeit sichnicht mit der Eile zusammen reimet, die zum Ausgabe-gelde erfordert wird; der Mangel minderer Einthsilungenin halbe und Vertheile, die im Ausgabegelde nöthig sind,um allerley Preise heraus zu bringen, wie man denn auchbey andern goldenen, silbernen und kupfernen Münzen fin-det; und endlich der Mangel des Befehls, oder öffentlichenAnsehens, welches sich auf den Geldmünzen zeigt, derglei-chen die Formel Lengtin Lonlulto, oder der Namen derobrigkeitlichen Person war, so sie schlagen lassen; alles die-ses beweist , daß die Contormaren niemals zum Geldegedienet haben.

Es ist wahr, daß man auf vielen von diesen Mün-zen Buchstaben findet, zum Exempel 1'L. Herr N7ahu-del meynt aber mit gutem Grunde, daß dieses das Mono-gramm« , oder Zeichen des Meisters gewesen, der dasStück gemacht gehabt, und sich dadurch wollen zuerkennengeben; wie es noch heute zu Tage viele Stämpelschneidermachen.

Da die Contormaren oftmals Köpfe der Kaiser, undanderer sehr alten berühmten Männer führen, so sollte manglauben, sie waren aus jenen Zeiten: gleichwohl setzt HerrlMahudel deren Zeitpunct, zu Ende des lll Jahrhundertsund ihre Dauer, bis ins Mittel des IV. Die Gründe soer zu Bestätigung seiner Meynung anführet,, widerlegenden