Band 
Dritter Theil.
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274 xxxvn. Gedoyn, über eine

die Götter hatten der Fortsetzung dieser Blutschande Ein-halt gethan?

Dieß ist eben, erwiedert Herr Gedoyn, der histori-sche Punct worauf alles ankömmt; dieß ist eben diejenigeMeynung, welche paustmias bestreiket. Dieser Schrift-steller, theilet die ganze Folge der thebanischen Könige,vom Radmus an, bis auf den Tamhus, mit; und be-merkt nach seiner Gewohnheit zugleich ihre Sippschaft. E>e-dipus, sagt er, ein Sohn und Nachfolger des Lajus, hei-rathete seine Mutter, die Jokasta; er hatte aber keineKinder von ihr. Homer «st des pausanias Gewehrs-mann , und bey dieser Gelegenheit führet er die Stelle ausihm an, davon hier die Rede ist, indem er hinzusetzt: wiehatten doch die Götter der Folge dieser abscheulichen Verei-nigung Einhalt thun können, wennOedipus mit der Io-kasta vier Kinder gehabt hätte? Er hat sie aber auch nichtmit ihr gehabt, fähret er fort, sondern mit der Euriga-naa, des Periphas Tochter, wie man aus dem GedichteGedipädia betitelt vernimmt, darinnen des DedipusBegebenheiten enthalten sind. Deswegen, setzt er fernerhinzu, erscheint Euriganäa, in dem schönen Gemälde, wel-ches Gnatas f"r die plaracr gemacht hat, voller Schmer-zen; weil der Maler eben diejenige Stunde genommen,in welcher diese unglückliche Mutter, den Ausgang des Zwey.kampfes erwartete, der unter ihren zween Söhnen vorge-hen sollte.

Was die Iokafta betrifft, so sagt Homer gleichdarauf, daß sie ihrer Verzweifelung gewichen, und an derDecke ihres Zimmers einen grausamen Strick festgemacht,welcher ihres Todes Werkzeug geworden, und sich solcherge-stalt in die Hölle gestürzet habe. Auch dieser Umstand be-stätiget noch was pausanias sagt, indem unfehlbar denFolgen dieser blutschänderischen Ehe, nichts einen großemEinhalt thun konnte, als der Jokasta übereilter Tod.Allerdings hätten Homers Scholiasten und Ausleger be-greifen